Freitag, 17. Juli 2009
Mittwoch, 24. Juni 2009
Pichanaki
Hallo treue Blog-Leser! Lang ist's her seit dem letzten Eintrag. Weil irgendwie ist mir die Lust am Schreiben langsam vergangen. Deshalb ist das hier wohl auch der letzte Eintrag..
Von AFS wurden wir Mitte Mai nach Lima eingeladen, weil eine unvergessliche Reise in den Regenwald Perus nach Pichanaki bevorstand. Worauf ich und die meisten von uns uns eigentlich am meisten gefreut haben vom ganzen Jahr, wenn ihr versteht was ich meine. Doch dann ist das leider ins Wasser gefallen und als Ersatzprogramm haben wir in Lima einen Brunnen besucht den alle von uns schon mindestens 3 mal gesehen haben. Da waren wir natuerlich alle ganz schoen wuetend auf AFS. Wie sich dann herausgestellt hat gibt es im Regenwald mit den Aborigenes Ureinwohnern arge Probleme, weshalb man nicht mehr dort hin konnte. Allerdings hat AFS schon alles bezahlt und dann blieb kein Geld um was anderes zu machen.
Mit Gabrielle aus Frankreich und noch einer Belgierin aus Belgien machten wir uns dann auf eigene Faust auf den Weg wenigstens etwas zu sehen. In Pisco haben wir eine voellig zerstoerte Stadt nach dem grossen Erdbeben im 2007 gesehen. Die Aufbauarbeiten schreiten nur sehr gemaechlich voran. Ganz in der Naehe haben wir die Islas Ballestas besucht. Das wird auch Galapagos fuer Arme genannt, immerhin gibt's dort in natuerlichem Lebensraum Pinguine, Seeloewen, Robben und viele verschiedene Voegel zu bewundern. In der Naehe haetten wir auch die ganz beruehmten Linien von Nazca besuchen koennen. Wie wir allerdings von allen anderen Touristen gehoert haben kann man dort nicht viel sehen uns es lohnt sich nicht, deshalb haben wir es vorgezogen uns in die Wueste zu begeben um ein wenig Spass zu haben. Ganz viel Spass hatten wir mit den Buggys in der Wueste zu fahren. Das sind so was wie Riesen-Go-Karts fuer 10 Personen und die sind richtig Duenentauglich. Da versuchten wir uns auch noch im Sandboarden, was allerdings nicht so der Hit ist. Da haben wirs mit dem Snowboarden schon viel Spassiger in der Schweiz!!!
Jetzt bleibt mir nur noch ganz wenig Zeit hier und ich freue mich auch schon, wieder in die gute alte Schweiz zurueckzukehren. Obwohl es jetzt doch schon ein wenig kuehler wurde, muss es schrecklich sein, ein ganzes Leben lang schoenes Wetter zu haben. Den Regen, die Kaelte und den Schnee aus der Schweiz vermisse ich ja schon sehr.
In dem Sinn, hoffentlich habt ihr am 16. Juli ein richtig mieses Wetter ;)
Von AFS wurden wir Mitte Mai nach Lima eingeladen, weil eine unvergessliche Reise in den Regenwald Perus nach Pichanaki bevorstand. Worauf ich und die meisten von uns uns eigentlich am meisten gefreut haben vom ganzen Jahr, wenn ihr versteht was ich meine. Doch dann ist das leider ins Wasser gefallen und als Ersatzprogramm haben wir in Lima einen Brunnen besucht den alle von uns schon mindestens 3 mal gesehen haben. Da waren wir natuerlich alle ganz schoen wuetend auf AFS. Wie sich dann herausgestellt hat gibt es im Regenwald mit den Aborigenes Ureinwohnern arge Probleme, weshalb man nicht mehr dort hin konnte. Allerdings hat AFS schon alles bezahlt und dann blieb kein Geld um was anderes zu machen.
Mit Gabrielle aus Frankreich und noch einer Belgierin aus Belgien machten wir uns dann auf eigene Faust auf den Weg wenigstens etwas zu sehen. In Pisco haben wir eine voellig zerstoerte Stadt nach dem grossen Erdbeben im 2007 gesehen. Die Aufbauarbeiten schreiten nur sehr gemaechlich voran. Ganz in der Naehe haben wir die Islas Ballestas besucht. Das wird auch Galapagos fuer Arme genannt, immerhin gibt's dort in natuerlichem Lebensraum Pinguine, Seeloewen, Robben und viele verschiedene Voegel zu bewundern. In der Naehe haetten wir auch die ganz beruehmten Linien von Nazca besuchen koennen. Wie wir allerdings von allen anderen Touristen gehoert haben kann man dort nicht viel sehen uns es lohnt sich nicht, deshalb haben wir es vorgezogen uns in die Wueste zu begeben um ein wenig Spass zu haben. Ganz viel Spass hatten wir mit den Buggys in der Wueste zu fahren. Das sind so was wie Riesen-Go-Karts fuer 10 Personen und die sind richtig Duenentauglich. Da versuchten wir uns auch noch im Sandboarden, was allerdings nicht so der Hit ist. Da haben wirs mit dem Snowboarden schon viel Spassiger in der Schweiz!!!
Jetzt bleibt mir nur noch ganz wenig Zeit hier und ich freue mich auch schon, wieder in die gute alte Schweiz zurueckzukehren. Obwohl es jetzt doch schon ein wenig kuehler wurde, muss es schrecklich sein, ein ganzes Leben lang schoenes Wetter zu haben. Den Regen, die Kaelte und den Schnee aus der Schweiz vermisse ich ja schon sehr.
In dem Sinn, hoffentlich habt ihr am 16. Juli ein richtig mieses Wetter ;)
Montag, 13. April 2009
Terrorismus
Vor kurzem wurden in Ayacucho 13 Soldaten durch einen Terroranschlag getoetet. Aus diesem Grund moechte ich versuchen, euch ein wenig ueber den Terrorismus und die Politik in Peru aufzuklaeren.
Es hat eine Zeit gegeben, vor ungefaehr 20 Jahren, da war Peru vom Terrorismus dominiert. In Lima sind taeglich Bomben explodiert und ueberall in Peru. Hier in Piura direkt vor meinem Haus hat es auch Bomben gegeben, die Scheiben "meines" Hauses wurden dabei zerstoert, von meiner Familie war niemand betroffen. Mein Gastvater in Trujillo hat damals einen Terroranschlag nur knapp ueberlebt. Ein normales Leben war damals nicht moeglich. Die Taeter nennen sich Sendero Luminoso, Erleuchteter Pfad. Eine linksextreme Gruppe, die in Peru eine Revolution nach dem Vorbild von Cuba, Che Guevara und Fidel Castro erreichen will. Durch den grossen Koka-Markt sind sie sehr gut finanziert.
1990 wurde Fujimori als Praesident Perus gewaehlt und das war fuer die Terroristen gar nicht gut. Der spaetere Diktator hat ohne Ruecksicht und mit gutem Erfolg den Terrorismus eingedaemmt. Spaeter kommt dann aus, dass auf seinen Befehl hin auch unzaehlige Unschuldige getoetet wurden. Unter anderem deswegen wurde Fujimori letzte Woche zu 25 Jahren Haft verurteilt. Sonst haette er wieder fuer die Praesidentschaft kandidiert. Mit guten Aussichten, denn bei vielen vor allem aermeren Peruanern ist er noch sehr beliebt. Es spricht sich herum dass nun, da Fujimori nicht mehr Praesident wird, die wenigen uebergebliebenen versteckten Terroristen wieder mit ihren Anschlaegen beginnen. Und siehe da, schon ist es geschehen.
Man erinnere sich an damals, als der Terrorismus in den 90er Jahren begonnen hat, nannte sich der Praesident Alan García. Auch heuer steht wieder der gleiche Name an der Spitze des Landes.
Meine Mutter hat heute gesagt, es war gar keine gute Idee Fujimori zu verurteilen, dass schwierige Tage auf Peru zukommen werden.
Es hat eine Zeit gegeben, vor ungefaehr 20 Jahren, da war Peru vom Terrorismus dominiert. In Lima sind taeglich Bomben explodiert und ueberall in Peru. Hier in Piura direkt vor meinem Haus hat es auch Bomben gegeben, die Scheiben "meines" Hauses wurden dabei zerstoert, von meiner Familie war niemand betroffen. Mein Gastvater in Trujillo hat damals einen Terroranschlag nur knapp ueberlebt. Ein normales Leben war damals nicht moeglich. Die Taeter nennen sich Sendero Luminoso, Erleuchteter Pfad. Eine linksextreme Gruppe, die in Peru eine Revolution nach dem Vorbild von Cuba, Che Guevara und Fidel Castro erreichen will. Durch den grossen Koka-Markt sind sie sehr gut finanziert.
1990 wurde Fujimori als Praesident Perus gewaehlt und das war fuer die Terroristen gar nicht gut. Der spaetere Diktator hat ohne Ruecksicht und mit gutem Erfolg den Terrorismus eingedaemmt. Spaeter kommt dann aus, dass auf seinen Befehl hin auch unzaehlige Unschuldige getoetet wurden. Unter anderem deswegen wurde Fujimori letzte Woche zu 25 Jahren Haft verurteilt. Sonst haette er wieder fuer die Praesidentschaft kandidiert. Mit guten Aussichten, denn bei vielen vor allem aermeren Peruanern ist er noch sehr beliebt. Es spricht sich herum dass nun, da Fujimori nicht mehr Praesident wird, die wenigen uebergebliebenen versteckten Terroristen wieder mit ihren Anschlaegen beginnen. Und siehe da, schon ist es geschehen.
Man erinnere sich an damals, als der Terrorismus in den 90er Jahren begonnen hat, nannte sich der Praesident Alan García. Auch heuer steht wieder der gleiche Name an der Spitze des Landes.
Meine Mutter hat heute gesagt, es war gar keine gute Idee Fujimori zu verurteilen, dass schwierige Tage auf Peru zukommen werden.
Cumpleaños
Hallo, danke zusammen fuer die ganz vielen Geburtstagswuensche! Jetzt schreib ich also mal ueber meinen schoenen Geburtstag. Jetzt sind es schon 21 Jahre ich kann's selber fast nicht glauben, das toent ja schon fast erwachsen!
Am Samstag 4.4. am Morgen machten wir uns auf den Weg nach Máncora, DER Strand an der Peruanischen Pazifikkueste. Wir sind meine Freundin Lorena (22), die Chapperona Caro (22), der Vikinger Birkir (20) und der neue Mate (18) aus Ungarn. Da spielen wir erst mal das fast vergessene, aber unglaublich lustige Spiel Frisbee am Strand. Dann skype ich nach Monaten wieder mal mit meiner Familie, und - es verschlaegt mir die Sprache - meine Eltern zeigen mir mittels Webcam dass sie sich auf der Plazuela Merino befinden. Fuer alle Outsiders von euch, das ist der Platz direkt vor meinem Peruanischen Haus. Eine riesen Ueberraschung fuer mich, da ich mir sie eigentlich wie gewohnt in der Schweiz vorgestellt habe. Wir haben uns also auf dem Weg nach Máncora auf der Panamericana gekreuzt. Eine Nacht verbringen wir am Strand, und am Sonntag gehen wir Surfen und dann schon wieder nach Piura zurueck, wo ich meine Eltern noch treffe bevor ich ins Haus rein kann.. Da koennen wir ueber ganz viele Sachen sprechen, zwischendurch gehen wir noch was essen, damit sie meine Freundin kennenlernen koennen. Am naechsten Morgen gehen sie leider schon wieder weiter nach Guayaquil, aber es war ganz sicher sehr schoen sie wieder mal zu sehen. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, wie sie es ohne Englisch- (jajaja) und Spanischkenntnisse ueber Tumbes nach Piura geschafft haben. Das war wohl die groesste Geburtstagsueberraschung meines Lebens.
Ueber Semana Santa habe ich mit meinem alten Vikingerfreund auch ein paar lustige Tage in der Sierra verbracht. Machen wir uns also auf den Weg nach Huancabamba um eine Zeremonie mit den beruehmten Schamanen Huancabambas zu erleben. Diese Schamanen werden von Peruanern und Auslaender regelmaessig aufgesucht um alle moeglichen Krankheiten zu heilen. Dabei wird auf Zauberei, schwarze und weisse Magie zurueckgegriffen. Die 8-stuendige Busfahrt auf der anders holprigen Strasse war definitiv gefaehrlicher als es die World's Most Dangerous Road war. Die Fahrt hatte aber auch was gutes, weil wir da einen Huancabambino kennenlernten und schlussendlich fast die ganze Zeit mit seiner Familie verbringen durften. Die haben uns einen Nachmittag auf ihr Chakra oder Landgut eingeladen. "Bienvenidos al paraíso" hat uns die Mutter beim Betreten gesagt. In der Tat hat es mich sehr ans Paradiesli erinnert, nur waren halt die Bergurwaldpflanzen noch ein bisschen interessanter. Da haben wir uns wieder unserer neuer Passion "Frisbee" gewidmet. Probiert's wieder mal aus, das ist wirklich unglaublich lustig!
Fuer die Nacht haben wir uns mit einem Schamanen verabredet. Trotz der Maert-Hilfe von unserem Freund sind solche Dienste von einem Schamanen vor allem fuer peruanische Verhaeltnisse sehr teuer. Voller Vorfreude, eine unvergessliche Nacht zu erleben, machen wir uns also auf den Weg zum Schamanen. Die Zeremonie findet im Freien statt, was in den Bergen nicht ganz ohne ist. Da beobachten wir den Schamanen don Tobias verschiedene Traenke zu sich zu nehmen, bis er ziemlich daneben wirkt und sich mehrmals uebergibt. Soweit sogut, wir haben schon gehoert dass das halt dazugehoert. Dann betet der don Tobias fuer 5 min mit uns zu Gott. Das naechste was wir machen ist um 5 Uhr morgens wieder 5 min zu beten und fertig war's. Offensichtlich sind wir dem don Scharlatan in die Falle getreten. Die Grippe, die er heilen sollte, war jedenfalls nach der eiskalten Nacht noch mal staerker. Immerhin haben wir ihm dann nur ganz wenig bezahlt und er hat uns nicht einmal wie erwartet mit einem Fluch belegt. Am folgenden Tag besuchen wir auf anraten der Familie einige Wasserfaelle. Nach 2 Stunden Wanderung wurden wir aber ziemlich enttauescht, weil die Wasserfaelle ueberhaupt nicht sehenswert waren. Im Nachhinen ist's aber auch ein ganz gutes Erlebnis mal einen Scharlatan beobachtet zu haben, und immerhin haben wir auf der Reise praktisch kein Geld gebraucht.
Am Samstag 4.4. am Morgen machten wir uns auf den Weg nach Máncora, DER Strand an der Peruanischen Pazifikkueste. Wir sind meine Freundin Lorena (22), die Chapperona Caro (22), der Vikinger Birkir (20) und der neue Mate (18) aus Ungarn. Da spielen wir erst mal das fast vergessene, aber unglaublich lustige Spiel Frisbee am Strand. Dann skype ich nach Monaten wieder mal mit meiner Familie, und - es verschlaegt mir die Sprache - meine Eltern zeigen mir mittels Webcam dass sie sich auf der Plazuela Merino befinden. Fuer alle Outsiders von euch, das ist der Platz direkt vor meinem Peruanischen Haus. Eine riesen Ueberraschung fuer mich, da ich mir sie eigentlich wie gewohnt in der Schweiz vorgestellt habe. Wir haben uns also auf dem Weg nach Máncora auf der Panamericana gekreuzt. Eine Nacht verbringen wir am Strand, und am Sonntag gehen wir Surfen und dann schon wieder nach Piura zurueck, wo ich meine Eltern noch treffe bevor ich ins Haus rein kann.. Da koennen wir ueber ganz viele Sachen sprechen, zwischendurch gehen wir noch was essen, damit sie meine Freundin kennenlernen koennen. Am naechsten Morgen gehen sie leider schon wieder weiter nach Guayaquil, aber es war ganz sicher sehr schoen sie wieder mal zu sehen. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, wie sie es ohne Englisch- (jajaja) und Spanischkenntnisse ueber Tumbes nach Piura geschafft haben. Das war wohl die groesste Geburtstagsueberraschung meines Lebens.
Ueber Semana Santa habe ich mit meinem alten Vikingerfreund auch ein paar lustige Tage in der Sierra verbracht. Machen wir uns also auf den Weg nach Huancabamba um eine Zeremonie mit den beruehmten Schamanen Huancabambas zu erleben. Diese Schamanen werden von Peruanern und Auslaender regelmaessig aufgesucht um alle moeglichen Krankheiten zu heilen. Dabei wird auf Zauberei, schwarze und weisse Magie zurueckgegriffen. Die 8-stuendige Busfahrt auf der anders holprigen Strasse war definitiv gefaehrlicher als es die World's Most Dangerous Road war. Die Fahrt hatte aber auch was gutes, weil wir da einen Huancabambino kennenlernten und schlussendlich fast die ganze Zeit mit seiner Familie verbringen durften. Die haben uns einen Nachmittag auf ihr Chakra oder Landgut eingeladen. "Bienvenidos al paraíso" hat uns die Mutter beim Betreten gesagt. In der Tat hat es mich sehr ans Paradiesli erinnert, nur waren halt die Bergurwaldpflanzen noch ein bisschen interessanter. Da haben wir uns wieder unserer neuer Passion "Frisbee" gewidmet. Probiert's wieder mal aus, das ist wirklich unglaublich lustig!
Fuer die Nacht haben wir uns mit einem Schamanen verabredet. Trotz der Maert-Hilfe von unserem Freund sind solche Dienste von einem Schamanen vor allem fuer peruanische Verhaeltnisse sehr teuer. Voller Vorfreude, eine unvergessliche Nacht zu erleben, machen wir uns also auf den Weg zum Schamanen. Die Zeremonie findet im Freien statt, was in den Bergen nicht ganz ohne ist. Da beobachten wir den Schamanen don Tobias verschiedene Traenke zu sich zu nehmen, bis er ziemlich daneben wirkt und sich mehrmals uebergibt. Soweit sogut, wir haben schon gehoert dass das halt dazugehoert. Dann betet der don Tobias fuer 5 min mit uns zu Gott. Das naechste was wir machen ist um 5 Uhr morgens wieder 5 min zu beten und fertig war's. Offensichtlich sind wir dem don Scharlatan in die Falle getreten. Die Grippe, die er heilen sollte, war jedenfalls nach der eiskalten Nacht noch mal staerker. Immerhin haben wir ihm dann nur ganz wenig bezahlt und er hat uns nicht einmal wie erwartet mit einem Fluch belegt. Am folgenden Tag besuchen wir auf anraten der Familie einige Wasserfaelle. Nach 2 Stunden Wanderung wurden wir aber ziemlich enttauescht, weil die Wasserfaelle ueberhaupt nicht sehenswert waren. Im Nachhinen ist's aber auch ein ganz gutes Erlebnis mal einen Scharlatan beobachtet zu haben, und immerhin haben wir auf der Reise praktisch kein Geld gebraucht.
Montag, 30. März 2009
Swisscom-Freisstoss
Hvad segiru? So, ich bin wieder von meiner Rucksackreise zurueck und habe das 2. Semester an der Uni begonnen. Marc von Duedingen, Birkir von Island und ich Backpacker waren fuer 3 Wochen auf der Gringoroute. Also diesen Teil von Peru kennenlernen wo auch 95% der Touristen hingehen. Ueber Lima und Arequipa nach Puno am Lago Titicaca auf 3820m. Damit waren wir schon auf dem Altiplano in den Anden, mit einem wunderschoenen, am Tag warmen und in der Nacht schoen frischen, schon fast schweizerischen Klima. Eine Nacht auf Amantanì, eine Eingeboreneninsel im Lago verbracht. Dann einen 5tageabstecher nach Bolivien gemacht. Ueber Copacabana kommen wir in die hoechstgelegene Hauptstadt der Welt mit ca. 2 Mio Einwohnern. Da fahren wir mit dem Velo die World's Most Dangerous Road vom kalten Schnee in den hohen Bergen bis in den heissen Regenwald runter. Eindruecklich, wie steil es direkt neben der schmalen Holperstrasse runter geht. Spaeter treffen wir die Schweizerin Noemie, die mit AFS ein Jahr in La Paz wohnt und uns herumfuehrt. Im angeblich hoechsten Fonduestuebli der Welt essen wir dann noch ein feines teures Fribourger-Fondue. Zurueck nach Peru und Cuzco, die wunderschoene Kolonialstadt wo es mehr Gringos als Latinos zu sehen gibt. Da betrinken wir uns erst mal. Dann gehen wir mal ein "Spitzenspiel" von der Peruanischen Primera Division schauen, Cienciano Cusco gegen CSV von Trujillo. Unglaublich wie schlecht die gespielt haben, vielleicht auf 2. Liga-Niveau und schoen haben wir uns gelangweilt.. Durch die schoenen Landschaften der Anden und den Regenwald machen wir uns mit dem Velo und zu Fuss auf uralten Inkapfaden auf den Weg zum beruehmten neuen Weltwunder Machu Picchu. Nach 4 Tagen unterwegs wie die alten Inkas laufen wir um 4am los, damit wir als erstes den alten Berg betreten koennen und es lohnt sich. Die Ruinen umgeben von Wolken haben schon etwas ganz Spezielles. Das vergeht aber spaetestens um die Mittagszeit, wo man vor lauter Gringotouristen den Guide nicht mehr finden kann. Mit dem Bus wieder zurueck nach Lima, an die Kueste und in die Hitze. Da verlaesst uns Marc in Richtung Amerika. Nein sorry, in Richtung USA. Wir wieder zurueck in den Gringolosen Norden Perus, wo's erst richtig heiss wird. Ein paar Stunden koennen wir im luxurioesen Gran Hotel Chiclayo verbringen weil die Mutter meiner Freundin Lorena dort arbeitet. Nach 23 Tagen und gegen 100 Stunden Bus-, Kombi- und Schifffahrt (aber ohne Flugzeug!) kommen wir wieder in unserer Heimatstadt Piura an. Bevor wir nach Hause gehen gibt's natuerlich noch einen wunderbaren Burger in Pako's, der seinesgleichen noch nicht gefunden hat. Nach dieser lustigen und unvergaesslichen Reise faengt halt das Leben in Piura wieder an. Mit Studieren, mit Schwitzen am Tag, mit 3 mal Duschen am Tag, mit Schwitzen in der Nacht, mit nicht an die Sonne gehen am Nachmittag weil sie so stark ist.
Mittlerweile sind zwei neue AFS Studenten hier angekommen aber die sind nicht ganz gebacken, vor allem einer von denen. Die Schweizerin Claudia ist waehrend unserer Reise in die Schweiz zurueckgekehrt, und meine gute Freundin Deborah geht diese Woche nach Belgien zurueck. Wie schade!
Mit meinen letzten guten alten Vikingerfreund Birkir bin ich gestern Peru - Chile schauen gegangen. Da haben die guten alten Peruaner wieder mal verloren und sind die allerschlechtesten von ganz Suedamerika, schlechter sogar noch als Bolivien! Da wars aber doch ganz lustig, der Moderator hat immer vom "Tiro libre Movistar" gesprochen. Der Freistoss ist also offiziell gesponsort von der Telefongesellschaft. Ungefaehr so als ob es in der Schweiz der Swisscom-Freistoss heissen wuerde. Jajajajaja
Mittlerweile sind zwei neue AFS Studenten hier angekommen aber die sind nicht ganz gebacken, vor allem einer von denen. Die Schweizerin Claudia ist waehrend unserer Reise in die Schweiz zurueckgekehrt, und meine gute Freundin Deborah geht diese Woche nach Belgien zurueck. Wie schade!
Mit meinen letzten guten alten Vikingerfreund Birkir bin ich gestern Peru - Chile schauen gegangen. Da haben die guten alten Peruaner wieder mal verloren und sind die allerschlechtesten von ganz Suedamerika, schlechter sogar noch als Bolivien! Da wars aber doch ganz lustig, der Moderator hat immer vom "Tiro libre Movistar" gesprochen. Der Freistoss ist also offiziell gesponsort von der Telefongesellschaft. Ungefaehr so als ob es in der Schweiz der Swisscom-Freistoss heissen wuerde. Jajajajaja
Donnerstag, 19. Februar 2009
Veggie
Mitte Januar war es dann soweit dass ich meine Gastfamilie und die Wohnstadt fuer 2 Wochen wechseln durfte. Nach Trujillo hat es mich verschlagen. Eine Millionenstadt, ebenfalls im Norden von Peru, allerdings schon mit einem viel milderen Klima, aehnlich wie die Schweiz (im Sommer). In einer Vegetarier-Familie bin ich gelandet. Trotzdem war die Ernaehrung im Vergleich zu Piura sehr abwechslungsreich und ich habe unzaehlige Veggiemenues kennengelernt. Durch regelmaessigen Morgensport haben wir uns fit gehalten. Der 53-jaehrige Vater Bernardo ist noch fit wie in seinen besten Jahren. Am nahegelegenen wundervollen Strand von Huanchaco hat er mir und seinem Sohn Gabriel die ersten Surf-Lektionen erteilt. Mit 40 Jahren Surferfahrung und Teilnahmen an nationalen Turnieren hatten wir einen Lehrer der weiss wovon er spricht. Trotzdem waren mir die Wellen manchmal ein bisschen hoch, so dass ich mit 4 Stichen wieder aus der Privatklinik entlassen wurde...
Weil Bernardo Mitorganisator der Feria de Libros, Buechermesse in Trujillo war durfte ich da als Voluntario mithelfen. Da habe ich den auesserst interessanten, frueheren Praesidentschaftskandidaten und Autor mit Weltruhm, Mario Vargas Llosa, kennengelernt. Das erste seiner Buecher habe ich nun fertig gelesen. Es war nicht sonderlich spannend. Wahrscheinlich lag das aber an meinen begrenzten Spanischkenntnissen.
Als die zwei Wochen in Trujillo leider viel zu schnell vorbei gingen, habe ich Besuch von der Schweizerin Claudia und dem Islaender Birkir aus Piura erhalten. Zusammen sind wir fuer drei Tage weitergereist nach Huaraz. Diese Kleinstadt in den Anden, am Fusse des hoechsten Berges von Peru (6768m) wird wegen der aussergewoehnlich schoenen Landschaft auch Suiza Peruana genannt. Da haben wir Ausfluege in Nationalparks unternommen, unsere Pferde unter dem Hintern bis auf einen Berg gefuehrt, endlich das erste Mal Lamas und Alpakas gesehen und nicht zuletzt auch das erste Mal eine wirklich fremde Kultur kennengelernt, mit der man in den Kuestenstaedten nicht in Kontakt kommt. Die Frauen sind auesserst traditionell angezogen, das Volk spricht die Eingebohrenensprache Quechua und sie leben sehr naturverbunden. Um den unangenehmen Nebeneffekten in dieser extremen Hoehe zu entgehen hatten wir auch erste Kontakte zur Koka-Pflanze geknuepft. Natuerlich nur in Form eines feinen Mate de Coca. Kulinarische Neuentdeckungen haben wir auch mit dem Verzehr von Cuy, auch als Meerschweinchen bekannt, gemacht. Das war das erste und letzte Mal, auf so etwas koennt ihr getrost verzichten. Am letzten Abend haben wir im Inka Pub, einem im Stile eines Schweizer Bergchalets gefuehrten Restaurants, ein nicht ganz billiges aber feines Gerberfondue genossen, mit dem Jefe Schweizerdeutsch gesprochen und und wieder mal ganz als Schweizer gefuehlt. Danach hat uns der Hotelbesitzer Benki noch bis spaet in die Nacht 5 verschiedene und abwechslungsreiche Pokerspiele beigebracht. Als es dann ums Geld ging hat er uns natuerlich alle abgezockt!
Auf der Rueckreise habe ich noch einmal einen Tag mit meiner Familie aus Trujillo beim Surfen verbracht. Sie waren auesserst gute Menschen und ich habe mich schon nach sehr kurzer Zeit wie in einer Familie gefuehlt. Ich hoffe sehr, dass ich sie noch einmal treffen kann bevors wieder in die Heimat geht. Sie haben ja auch auswirkungen auf mein Leben: Zurueck in Piura, wo es wieder das Standardmenu Carne con Arroz gibt, habe ich keine grosse Lust mehr Fleisch zu essen. Ich glaube ich mutiere langsam zum Vegetarier...
Zurueck in Piura, ist meine Freudin Lorena nach Chiclayo zurueckgezogen, weil sie ihr Studium beendet hat. Deshalb laeuft hier nicht allzuviel. Allerdings ist schon die naechste Reise fuer Anfang Maerz geplant. Der Duedinger Marc kommt nach Peru und mit dem Islaender Birkir gehen wir zu Dritt auf Reisen, zum ersten Mal in den Sueden des Landes. Arequipa, Puno und Cuzco werden die Hauptstationen sein, also der sogenannte typische Gringo-Trip. Da gibts sehr viele spannende Sachen zu erleben wie unter anderem den Lago Titicaca oder Machu Picchu. Hoffentlich werden wir am Ende des 2-Wochen-Trips noch Zeit haben auch die Metropole Lima noch besser kennenzulernen.
Weil Bernardo Mitorganisator der Feria de Libros, Buechermesse in Trujillo war durfte ich da als Voluntario mithelfen. Da habe ich den auesserst interessanten, frueheren Praesidentschaftskandidaten und Autor mit Weltruhm, Mario Vargas Llosa, kennengelernt. Das erste seiner Buecher habe ich nun fertig gelesen. Es war nicht sonderlich spannend. Wahrscheinlich lag das aber an meinen begrenzten Spanischkenntnissen.
Als die zwei Wochen in Trujillo leider viel zu schnell vorbei gingen, habe ich Besuch von der Schweizerin Claudia und dem Islaender Birkir aus Piura erhalten. Zusammen sind wir fuer drei Tage weitergereist nach Huaraz. Diese Kleinstadt in den Anden, am Fusse des hoechsten Berges von Peru (6768m) wird wegen der aussergewoehnlich schoenen Landschaft auch Suiza Peruana genannt. Da haben wir Ausfluege in Nationalparks unternommen, unsere Pferde unter dem Hintern bis auf einen Berg gefuehrt, endlich das erste Mal Lamas und Alpakas gesehen und nicht zuletzt auch das erste Mal eine wirklich fremde Kultur kennengelernt, mit der man in den Kuestenstaedten nicht in Kontakt kommt. Die Frauen sind auesserst traditionell angezogen, das Volk spricht die Eingebohrenensprache Quechua und sie leben sehr naturverbunden. Um den unangenehmen Nebeneffekten in dieser extremen Hoehe zu entgehen hatten wir auch erste Kontakte zur Koka-Pflanze geknuepft. Natuerlich nur in Form eines feinen Mate de Coca. Kulinarische Neuentdeckungen haben wir auch mit dem Verzehr von Cuy, auch als Meerschweinchen bekannt, gemacht. Das war das erste und letzte Mal, auf so etwas koennt ihr getrost verzichten. Am letzten Abend haben wir im Inka Pub, einem im Stile eines Schweizer Bergchalets gefuehrten Restaurants, ein nicht ganz billiges aber feines Gerberfondue genossen, mit dem Jefe Schweizerdeutsch gesprochen und und wieder mal ganz als Schweizer gefuehlt. Danach hat uns der Hotelbesitzer Benki noch bis spaet in die Nacht 5 verschiedene und abwechslungsreiche Pokerspiele beigebracht. Als es dann ums Geld ging hat er uns natuerlich alle abgezockt!
Auf der Rueckreise habe ich noch einmal einen Tag mit meiner Familie aus Trujillo beim Surfen verbracht. Sie waren auesserst gute Menschen und ich habe mich schon nach sehr kurzer Zeit wie in einer Familie gefuehlt. Ich hoffe sehr, dass ich sie noch einmal treffen kann bevors wieder in die Heimat geht. Sie haben ja auch auswirkungen auf mein Leben: Zurueck in Piura, wo es wieder das Standardmenu Carne con Arroz gibt, habe ich keine grosse Lust mehr Fleisch zu essen. Ich glaube ich mutiere langsam zum Vegetarier...
Zurueck in Piura, ist meine Freudin Lorena nach Chiclayo zurueckgezogen, weil sie ihr Studium beendet hat. Deshalb laeuft hier nicht allzuviel. Allerdings ist schon die naechste Reise fuer Anfang Maerz geplant. Der Duedinger Marc kommt nach Peru und mit dem Islaender Birkir gehen wir zu Dritt auf Reisen, zum ersten Mal in den Sueden des Landes. Arequipa, Puno und Cuzco werden die Hauptstationen sein, also der sogenannte typische Gringo-Trip. Da gibts sehr viele spannende Sachen zu erleben wie unter anderem den Lago Titicaca oder Machu Picchu. Hoffentlich werden wir am Ende des 2-Wochen-Trips noch Zeit haben auch die Metropole Lima noch besser kennenzulernen.
Sonntag, 11. Januar 2009
2009
Wow, jetzt ist schon ueber ein Monat vergangen seit dem letzten Eintrag, und eigentlich habe ich doch damals gemeint, dass ich jetzt wieder regelmaessiger schreibe. Es ist halt so, dass ich mich langsam aber sicher im Alltag fuehle hier und deshalb gibts nicht mehr so viel ausserordentliches zu berichten.
Die Weihnachten habe ich mit meiner Gastfamilie verbracht, aber ohne Weihnachtsbaum und in dieser Hitze kommt halt keine wirkliche Weihnachtsstimmung auf.. Ueber Neujahr bin ich mit der Familie von Maria Eugenia, mit Claudia und Deborah nach Mancora gefahren, der bekannteste Strand von Peru. Da hatte es sehr viele Gringos, leider waren die meisten unter Drogen.
Und jetzt wirds langsam wirklich heiss hier in Piura! In der Nacht ist es schon ziemlich schwierig einzuschlafen. Man erzaehlt sich, dass man dann im Februar 4 Mal pro Tag duschen muss..
Jetzt haben auch die Schulferien angefangen. Bis jetzt bin ich schon ein paar Mal mit den 2 englischen Touristen, welche noch einen Monat in Piura leben, Tennis oder Pingpong spielen gegangen. Tennis auf Sand ist wirklich ganz anders...
Naechste Woche gehe ich dann fuer 2 Wochen nach Trujillo um dort mit einer anderen peruanischen Familie zu leben und eine andere Stadt von Peru kennenzulernen. Danach werde ich wahrscheinlich in Peru herumreisen um der Hitze ein wenig zu entfliehen.
Hasta Luego
Die Weihnachten habe ich mit meiner Gastfamilie verbracht, aber ohne Weihnachtsbaum und in dieser Hitze kommt halt keine wirkliche Weihnachtsstimmung auf.. Ueber Neujahr bin ich mit der Familie von Maria Eugenia, mit Claudia und Deborah nach Mancora gefahren, der bekannteste Strand von Peru. Da hatte es sehr viele Gringos, leider waren die meisten unter Drogen.
Und jetzt wirds langsam wirklich heiss hier in Piura! In der Nacht ist es schon ziemlich schwierig einzuschlafen. Man erzaehlt sich, dass man dann im Februar 4 Mal pro Tag duschen muss..
Jetzt haben auch die Schulferien angefangen. Bis jetzt bin ich schon ein paar Mal mit den 2 englischen Touristen, welche noch einen Monat in Piura leben, Tennis oder Pingpong spielen gegangen. Tennis auf Sand ist wirklich ganz anders...
Naechste Woche gehe ich dann fuer 2 Wochen nach Trujillo um dort mit einer anderen peruanischen Familie zu leben und eine andere Stadt von Peru kennenzulernen. Danach werde ich wahrscheinlich in Peru herumreisen um der Hitze ein wenig zu entfliehen.
Hasta Luego
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